Einmaliges, uneingeschränktes Akzeptanzangebot

 

Ja, ich werde mit deiner Sperrigkeit leben.

 

 

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Ruhe.

 

Ruhe.

 

 
Kühle Luft weht herein.

Es ist nichts zu hören. Nur das Rauschen des Windes in den Bäumen und der Flügelschlag vorbeiziehender Vögel. Noch vieles mehr, wenn man genauer hinhört. Aber manchmal hört man wirklich fast nichts. Wenn alles unbewegt ist. Wenn die Zeit für einen Moment stehen bleibt.

In dem Moment, in dem die Zeit stehen bleibt, hört man – sich. Das Rauschen des Blutes in den Ohren und das Schlagen des Herzens in der Brust. Den Atem. Gedanken. Was sieht man? Nichts. Wenn die Zeit stehen bleibt, schaut man hin, ohne zu sehen. Blicke sind unbegreiflich, Gedanken flüchtig und Worte bedeutungslos – in dem Moment, in dem die Zeit stehen bleibt. Wenn alles ruhig ist und man nichts hört – außer sich. Wenn alles ruhig ist, ist es in unserem Innern am lautesten. Trotzdem hören wir nichts. Nur das Rauschen des Blutes in den Ohren, das Schlagen des Herzens in der Brust, den Atem in den Lungen. Und die Gedanken, die man nicht festhalten kann.

Den Blick nach Draußen gerichtet, nichts sehend, fragt man sich: Was wäre? Richtet man den Blick nach Innen, nichts sehend, fragt man sich: Was ist?

Was wäre, wenn es keinen Wind gäbe?
Oder wenn er lautlos wehen würde, weil es keine Bäume gibt?
Was wäre, wenn vorbeiziehende Vögel mitten in der Luft stehen blieben?

Woraus bestehen Gedanken? Was würde unser Herz uns sagen, wenn es Worte hätte, die etwas bedeuten? Was würden wir sehen, wenn wir uns wirklich sehen könnten und nicht nur anschauen? Was erführen wir dann über uns, was uns niemand erklären und niemand wissen kann? Was sähen wir, was niemand mit Worten beschreiben kann, weil es dafür keine Worte gibt?

Draußen. Die Vögel im Flug. Was wäre, wenn sie einfach stehenbleiben würden? In diesem Moment, in dem die Zeit stehen bleibt.

Innen. Die Gedanken im Nichts. Woran denken wir, wenn wir an nichts denken? In diesem Moment, in dem die Zeit stehen bleibt – was wären wir da mehr als ein Herz und ein Geist, erstarrt in einem Augenblick in der Ewigkeit?

Nichts regt sich. Nur das Blut in den Ohren, das Herz in der Brust, der Atem in den Lungen. Und die Gedanken, die man nicht festhalten kann. Unter der Oberfläche, ganz tief, von Außen nicht zu sehen.

Wenn mein Herz sprechen könnte, was würde es mir sagen? Wenn ich mich sehen könnte, mich wirklich sehen, was wüsste ich dann über mich, was mir niemand sagen kann, weil es keine Worte dafür gibt?

 

Kühle Luft weht herein und streicht über meine heißen Wangen.

 

 

 

Ruhe.

 

 

Dienstag, 23/01/2018 – Unfaires Spiel

 

Wenn es darum geht, schlechte Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Denkmuster abzulegen und durch gute zu ersetzen, lässt sich das menschliche Gehirn bekanntermaßen ziemlich einfach austricksen.
Leider hat mein Gehirn inzwischen so viel Übung darin, ausgetrickst zu werden, dass es das nicht mehr so einfach mit sich machen lässt.

Die meiste Zeit trickst mein Gehirn mich aus.